Stille Nacht

Eis, kalt, Wasser gefriert, in meinen Ardern pulsiert,
kalter Wind, bewegt mein Haar, Tod, so kalt,
stets mir nah.

Stille Nacht, heilige Nacht, kalt und Schnee bedeckt,
einsam, mein Herz, voller Traurigkeit erwacht,
wartend auf baldig, mein Tod.

Sterben, kaltes sterben, und stille, stille Nacht.

Schnee bedeckt meine Wunde,
weißes bindet rot, verschleiert und trägt Kunde,
von dem kalten, rauen Tod.

Heilig die Nacht, Engel kreisen über mir,
aus Finsternis, eine Stimme lacht,
und nah bei mir, mich stets bewacht.

Kann nicht entfliehen, mich in Kälte verbergen,
Schnee, zeichnet meinen Weg,
kann nicht entrinnen, gegen das Eis gewinnen,
gefangener der Nacht, und einsam, sterbend dein.

Lichter verstummen, und das laute da und klagend,
in sich versinken, stille Nacht, nur noch fragend,
im Elend ertrinken.

Geh, meinen Weg, ich geh,
hinterlasse nur Spuren, Spuren im Schnee.
Schreite voran, stetig, beständig, steh meinen Mann,
bis ich nicht mehr stehen kann,
ein fallen und gleiten, in stiller Nacht,
mein letztes schreiten,
und noch immer, jene Stimme lacht.

Nachtgedicht

Spärlich sind die Lichter, die umringen mich und Dichter,
tauchen ein, alles in schwarz, wirkt beinah finster,
es ist düster.

Auch nur von draußen, schwacher Schein,
das fahle Licht von Mond, von Beleuchtung eher klein,
doch ist der Dichter dies gewohnt, es ist kalt, muss so sein,
düster und allein.

Stille ist sein Wille, als eigen Schatten seiner Gruft,
selbst jetzt noch mit der Sonnenbrille, lebt und ist die Nacht,
modrig Luft, gar düster Duft, im seichten silbern Licht entfacht.

Schemenhaftes Feuer flackern, einer Kerze, brennt sich nieder,
wirft sie Schatten an die Wände und während erklingen,
düstere Lieder, muss das Schreibgerät in Händen,
jener Dichter Schwingen und er reimt das Wort, das düster ist,
muss auf Papier es niederbringen, immer noch das finstere Singen,
die Kunst aufkeimt, das Leben trist, und er entflieht durch Worte sein,
gibt sie weiter, mein und dein.

Und ein Flugtier und Begleiter, düster Tierchen, Schattenreiter,
fliegt hektisch hin und her, ein Freund der Nacht, ist Fledermaus und mehr.
Fast als Muse zu verstehen, wie als Vorbild anzusehen.
Sanfte Schwingen, die in Nacht eindringen, laben an der Dunkelheit,
die Luft erobern und bezwingen, entfacht im Dichter, müde lächelnd, Neid.

Als mein Krafttier ist es hier, führt es mit sich düster Träume,
auf und ab in seinem Flug, fliegt durch meine Räume,
bekommt wie ich, davon nie genug.

Bin wie von Sinnen und befangen, spüre die Nacht,
und mein verlangen, gebe mich hin und allem,
nehme sie auf, in mein Herz, es ist schwarz, wirkt beinah finster,
birgt es Einsamkeit und Schmerz, ist düster.
Trägt Romantik und Gefühle, schlägt gar jetzt, in dieser Kühle,
auf meinem Weg durch Nacht und Flur,
genieß in kindlicher Ekstase, jetzt zu dieser Stunde, die düstere Natur,
Es bebt, es lebt, muss schlagen, und muss stetig, mein Nachtgedicht mit sich tragen.

Das Tier

In mir ist ein Tier und es will raus,
kann nichts dafür, es bricht aus.
Das Tier in mir, seine Name Leid,
im jetzt und hier, zum reißen bereit.

Der Mond er nimmt zu, voller den je,
sein Gold färbt sich rot, ich spüre es in mir,
Schatten der angst, es steigt dir Gier,
er bedeutet den Tod, ich bin das Tier.

Reißen, beißen, und zerfleischen,
töten, morden, meines gleichen.
Komme über dich und alle,
dem Tier in mir verfalle,
Reißen, beißen, und zerfleischen,
töten, morden, meines gleichen.
komme über euch und dich,
als Tier, erkennst du mich.

Ich heul mit den Wölfen, singe mit den Raben,
zieh mit Katzen durch die Nacht,
ich nutze die Triebe, die sie mir gaben,
ich bin ein Tier, und nutz seine Macht.

Reißen, beißen, zerfleischen,
töten, morden, meines gleichen.
Komme über dich und alle,
dem Tier in mir verfalle,
komme über euch und dich,
als Tier, erkennst du mich.

Sehe was ich bin, nimm es hin,
such keinen Sinn,
sehe was ich fühle, spür die Kälte, im Herzen mein,
lass raus mein Leid, muss böse sein.

Reißen, beißen, und zerfleischen,
töten, morden, meines gleichen.
Komme über dich und alle,
dem Tier in mir verfalle,
Reißen, beißen, und zerfleischen,
töten, morden, meines gleichen.
komme über euch und dich,
als Tier, erkennst du mich.

Blutige Tränen

Wie ein Kuss so wunderbar, süßer Schmerz den ich verspürte
in der kalten Nacht als es geschah, und sie mich verführte,
als ihr Biss mich fliegen lehrte, als ihr Biss mich fliegen ließ
und ich auflebte in dem ich starb.

Bitter süße Träume mich entführten,
als warm und kalte Hände mich wiegten in den Schlaf.
Lichter die verstummten, schweigende Nacht mich empfing.

Stille sie war gut zu hören, als ich begann mich zu verwandeln,
wie sie es nannte in ihrem Flüstern,
der lieblich und grauenvoll zugleich gewesen war.
Als ich aus dieser Nacht erwachte und verschreckt zum Himmel sah,
ich erkannte und nun auch spürte, was plötzlich aus mir geworden war.
Musste fliehen aus dem Licht, welches gleich begann mich zu hetzen und zu jagen,
mich zu verfolgen von nun an jeden Tag.

Mit den Schatten jener Nacht ist auch sie verschwunden,
nur der Hauch ihres Atems und ihr zärtlicher Kuss sind mir geblieben
und als Narbe an meinem Hals gebunden.
Es war nur ein Kuss, nur ein einziger Kuss und doch war er so vieles mehr,
war gedacht für alle Ewigkeit, der mich für alle Zeit gebannt,
für alle Zeit verflucht und hat verdammt.

Ein Kuss, nur ein einzelner Kuss, dann war es vorbei,
mit Leben war dann Schluss.
Geblieben ist, was ich nun bin,
ein Engel Schwarz, ohne Lebenssinn.

Das Blut das ich trinke, weine ich zur Nacht,
mit dem erkennen des Wesens, das in mir ist erwacht,
war mein Mensch in mir verloren, als Vampir bin ich neu geboren.
Der letzte Rest meiner Sterblichkeit,
erwacht mit mir, zur selben Zeit,
um für alle Zeit und immer,
blutige Tränen zu weinen, voller Schmerz, voller Kummer.
Ein Kuss, süßer Schmerz,
Leben, nun mehr ein Fremder,
Blutige Tränen, weine ich aus meinem Herz,
Vampir und Tränenspender.