Vampir

Ohne Leben, tote Augen, farblos, leer, betäuben,
Sinne rauben, die betören, dich verführen, und zerstören.
Finstere Gestalt, voll animalischer Gewalt,
Gesicht so bleich, so leer, Haare schwarz und lang,
düster, ist der Schattenherr, schwarze Kutte, die ihn kleidet,
Mantel gleich, Vampir und Mann.

Stammt aus düsterem Grabe, von Tod und Schmutz behangen,
steigt er nachts aus seiner Gruft, gierendes Verlangen,
in schwarzer Kluft, trägt vom Sterben selbst, den Duft.
Tier im Menschen ist gefangen.

Vampir, Vampir, in mir, in dir,
es giert das Tier, nach Blut und mehr,
düster Wesen, von einem anderen Stern,
Schwarzer Sonne gleich, vom Licht so fern,
so Schatten reich, so tot, so bleich.
Vampir, Vampir.

Will saugen, will beißen, sich nähren und reißen,
Fleisch, zerfleischen, dich bespringen, niederringen,
in dich dringen, Blut schlucken, trinken,
bis zum abwinken, darin versinken, am Leben dein laben,
muss dich haben.

Es giert das wilde Tier, düsteres Verlangen, verlangt nach dir,
und soviel mehr, Vampir, von Gier befangen, will:

Blut trinken, es schmecken, schlucken,
in Blut versinken, Blut spucken,
Blut leben, geben, Blut lassen, Blut fühlen,
Blut in Massen, Blut spüren, bluten und sterben.
Blut riechen, Blut sehen, im guten dahinsiechen,
bluten, tot, verblassen, gehen, ausbluten, verbluten,
Blut zumuten, Blut verstehen.
Blut, rot, blutig, Bluter Tot, so Blutrot.

Und er will mehr, voller Gier und Tier,
Vampir, Vampir, kein Mensch, und ewig da und hier.

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