Letztes Licht der Gassen

Keine Lichter in den Straßen,
keine Funken in den Gassen,
dunkle Pfade ziehen,
trostlos und voran,
Mauern, wie tote Wegbegleiter,
es geht im Kreis, und man kommt nicht an.

Es erwachen die Dichter,
die düsteren unter uns,
stehen auf, wenn der Rest sich schlafen legt,
wachen, als einsame Wächter,
gehen den Weg, der sie zu Grunde führt.

Neigen sich der Worte,
dem Zwang geben sie sich hin,
und suchen in den Straßen
ohne Lichter, einen Sinn.

Mein Düsterpfad, so sage mir,
wer bist du und ich,
und warum sind wie hier?

Erkennen wir im dunkeln wandelnd,
einen Sinn, einen Grund und gar
ein Zweck, sind wir zur höherem geboren,
oder lebend, doch nur Dreck?

Die Sterne glitzern, geben Hoffnung,
mancher Schatten schweigt dann still,
und es keimt, ein letzter Funke,
der einfach nicht erlöschen will.

Bewahre ihn im Herzen,
schreibe ihn dann auf,
darf nicht verblassen, letztes Licht,
um weiter ihn zu reichen,
musst ihn halten, fassen,
bewahren das Gedicht,
als letztes Licht der Gassen.

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