Finstere Zeiten

Willkommen in der Dunkelheit, in finstern Zeiten,
willkommen in der Menschlichkeit, in Eitelkeiten.
Wir definieren uns durch Eckpunkte, sagen viel,
doch sagen wir nichts, wir leben Oberflächlichkeiten,
reden ist Schweigen, schweigen Gold,
einfach mal Fresse halten, hätten die Dichter gewollt.

Wir leben in finsteren Zeiten, marschieren Hirntod voran,
in Geflogenheiten, im Kreise, doch kommen niemals an.
Was war gut, was noch richtig, und
ist das alles überhaupt noch wichtig?

Dunkel wird es, und nicht mehr heller,
Schatten Dasein in düsteren Tagen,
die Menschlichkeit verliert sich,
es bleibt doch nur das Klagen, alle schreien,
sind stumm, keiner steht mehr für was ein,
viele Fehler, und dumm, muss das denn sein?

Es gibt nur noch mich, mich,
und soviel mehr noch von mir,
ich, ich, ich,
und sonst wer, kann uns doch am Arsch lecken.
Ist es nicht so?

Hörst du noch den Schmerz im Wind,
und spürst du denn, den Weltenbruch,
oder bist du taub und blind,
lebst eine lüge noch, dein eigen Fluch?

Kinder kriegen Kinder,
so alltäglich diese Wunder,
die Welt schon lange kalt und tot,
nur du nennst dieses Alltagstrott.

Brauchst gar nicht weg zu sehen,
als ginge es dich nichts an,
und einfach weitergehen, ich sag nur
man, man man,
mache deine Augen auf und begreife was,
und höre auch mal zu,
doch nicht mal das.

In finsteren Zeiten, leben die Nacht,
meine einsamkeiten, fein durchdacht,
Emotion verstecken, statt Ärsche lecken.
Anders sein, Mensch sein.

Es ist deine Welt die zerfällt,
dein Planet der untergeht,
dein Leben im Scherbenhaufen,
deine Wahl, das umdrehen und weglaufen,
du musst sehen um zu verstehen.
Lies den Text, nicht nur Sätze und Worte,
kein Gedicht, einfacher Sorte.
Nimm dir Zeit dabei, lass deine Seele frei.

Zwischen Zeilen verweilen,
und dem Sinn verstehen,
lasse Zeit, Zeit sein,
lass die Erde sich drehen.

Hör den Schmerz im Wind, fühl den Weltenbruch,
spür in dir das Kind, zerstör den eigen Fluch.

Fang an zu denken,
tut nicht weh,
Gedanken lenken, dann und sieh,
sei dein eigen Richter, und auch mal Sinnverdichter,
werde zum Schmerz Vernichter, und zum Menschen Schlichter,
werde Mensch, du selbst,
und werde das, was wir alle sind,
zum düsteren Dichter,
wir sind der Wind,
voller Gefühle,
ich bin Legion, und wir sind viele.

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