Fängen der Grausamkeit

Die Grausamkeit, sie zehrt, sie frisst,
die Fängen tief in meinem Genick,
das Leid ihr kennt, wovon ihr alle wisst,
ist da, ist überall, nur Grausamkeit,
und die Endgültigkeit.

Fängen, wie aus Stahl gemacht,
in nacktes Fleisch sie schneidend,
halten mich, halten mich zurück,
Fängen, wie von einem Tier,
aus dunkler Vornacht,
das mich beißt und drohend mich zu verschlingen ist.

Die Grausamkeit, entspringt aus mir,
bindet mich, und fängt mich hier.
Nimmt die Luft zum atmen,
schnürt mich ein, muss grausam sein.

Halt mich, bind mich, fang mich,
lass mich nicht mehr los,
dringe ein, tief hinein,
in mein Seelenfleisch, ganz tief.

Spür dich, tief nun in mir,
mein grausamer Gedanke,
halte dich hier, halte dich fest.

Die Ketten Blut getränkt,
hab mich selbst verschenkt,
mich aufgeben, gefangen in mir,
die Grausamkeit bin ich,
sie ist mein Leben.

Fängen der Grausamkeit,
das ist das wahre Leben,
und die Wahrheit ist mein,
und Wahrheit, das heißt sterben.

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