Blutmond

Blutmond, roter Mond, der des Nachts, am Himmel wohnt.
Blutmond, dunkles Licht, stehst über allem, trägst kein Gesicht.
Bebachtest, still und leise, im Kreise immer, auf der Reise,
trägst das Blut der Welt auf dir, du magst das rot, stehst für den Tod.

Bist Blut und du bist Gier, bist wie das Tier in mir,
bist überall, nun bist du hier, trägst das böse, wie ich in dir,
bist Mond, bist tot, bist düster gar, finster dein erstrahlen,
blutrote Lichter, musst für dein Dasein stets bezahlen,
ganz sowie, wie mancher Dichter.

Lebst dein Leben, existierst, die Gier in dir, die nie versiegt,
niemals du kapierst, das Tier, das lebt, belügt,
doch ist es stärker noch als du, wirst zum Mond,
Blutmond, so rot, so tot, alles egal, hattest nie ein Wahl.

Stehst nah bei deinen Sternen, den unereichbar fernen,
blickst voll Neid auf ihre Lichter,
und lebst allein, den düster Dichter.

Lebe aus was du bist, lebe aus den Drang,
ergebe dich dem Zwang, werde selbst zum Mond,
in aller ferne lebt, bei den Sternen wohnt,
dessen Dasein nie vergeht.

Blutmond, bist so blutig voller Schmerz,
du bist so rot, und tot, das ist dein Herz.
Stehst über vielem, hoch empor,
doch kommst du nur noch nachts hervor,
Das Blut das an dir klebt, vom Leben stammt,
Geschichten erzählt.

Kannst es nicht verstecken, mit Schatten düster, es bedecken,
jeder es noch sieht, den Schmerz in dir, die Wut die glüht,
das Tier und mehr, tut gut, brauchst Blut.

Mond, und blutig, das bist du,
als Dichter fern der Welt geboren, bist Mond und du bist düster,
hast dich längst an Tod verloren.

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